Boden - mehrfarbiges Feinsteinzeug

Intarsiertes Feinsteinzeug – Tradition und Qualität

Feinsteinzeug ist, neben dem Porzellan, das widerstandsfähigste keramische Material. Das unglasierte Feinsteinzeug ist säurefest, sehr dicht gebrannt (Restporen unter 0,3 %), außerordentlich hart (Ritzhärte 9 nach Mohs) sowie rutschfest (R 10 bzw. R 11). Die Feinsteinzeug-Oberfläche ist sehr dicht und muss deshalb im Gegensatz zur Zementfliese nicht gewachst werden. Feinsteinzeug lässt sich mit dem Glasschneider ritzen und brechen.

Farbige Feinsteinzeug-Tone werden von Hand in eine Form gefüllt und als ca. 3 mm dicke Intarsienschicht mit dem Trägergranulat verpresst. Nach 70 Stunden im Brennofen, kann Feinsteinzeug ohne weitere Oberflächenbehandlung im Dünnbett verlegt werden. Die Dicke der Ornamentschicht und die Härte des Materials garantieren Haltbarkeit von Feinsteinzeug über Generationen. Feinsteinzeug eignet sich auch für stark beanspruchte Bereiche wie Hausflur, Terrassen und Balkone.

Kann ich alte Fliesenflächen mit GOLEM Standardfliesen ergänzen?
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Nein, denn unsere Serienfliesen werden für die Neuverlegung produziert. Für eine Ergänzung von Bestands- fliesen sind sie nicht geeignet. Unsere Fliesen ähneln zwar den historischen Vorbildern, weichen aber im Maß, Farbton, oder in der Helligkeit von den Originalen ab. Dazu kommen Schwankungen von Charge zu Charge. 
Der Weg zu einer guten Restaurierung kann nur über eine Sonderanfertigung der Fliesen nach Vorlage der Originale führen. Die Angleichung der Replik an das Original liegt dann in den Händen unserer Spezialisten.

Für eine entsprechende Kostenanfrage nutzen Sie bitte unser Formblatt. Darin sind alle Angaben aufgezählt, die wir für die Erstellung eines verbindlichen Kostenangebots benötigen. 

 

Die Eignung: Die Golem Feinsteinzeugfliesen sind für den Innen- und Außenbereich geeignet und selbstverständlich frostsicher. Feinsteinzeugfliesen mit Reliefoberfläche eignen sich besonders für Hausflure oder Balkone mit Anspruch an eine hohe Rutschfestigkeit. In Wohnbereichen werden üblicherweise intarsierte Fliesen ohne Relief eingesetzt. In Räumen mit Fußbodenheizung können die farbigen Fliesen den Perserteppich ersetzen. Bad und Küche bieten sich ebenfalls für die Gestaltung mit mehrfarbigem Feinsteinzeug an, da die Fliesen sehr unempfindlich gegen dauerhafte Verschmutzungen sind und auch mit scharfen säurehaltigen Mitteln gereinigt werden können, ohne dass die Fliesen davon angegriffen werden. Für die normale tägliche Reinigung sind nicht-schichtbildende Neutralreiniger geeignet. Je nach Bedarf kann der Boden mit einem Mikrofaser-Schwamm (Melamin-Schwamm) intensiv gereinigt werden. Die Fliesen werden mit den Jahren immer schöner.

 

Die Geschichte: Als der Keramiker Eugen Boch, im Jahr 1852, in Nennig den sensationellen Fund der römischen Mosaike sah, wurde die Idee für ein völlig neues keramisches Verfahren geboren. Boch entwickelte, über Jahre, ein völlig neues Herstellungsverfahren und ein neues Produkt, die so genannte „Mettlacher Platte“, mehrfarbiges Feinsteinzeug, von nie gekannter Qualität.

Für die rasant wachsenden Städte konnten auf diese Weise große Mengen manufakturell hergestellte, intarsierte Steinzeugfliesen produziert werden. Erst antikisierend, in der Gründerzeit eklektisch und ab 1897 im Jugendstil prägte die Erfindung Bochs die Fußböden Europas etwa ein halbes Jahrhundert lang. Noch heute sind diese Fliesen in vielen europäischen Städten sehr präsent. In den 20-iger Jahren kamen die mehrfarbigen Fliesen jedoch aus der Mode und die komplizierte Herstellungstechnik geriet in Vergessenheit.

Im Jahr 1996 wurde dieses keramische Verfahren durch die Golem OHG wiederbelebt. Damals wurde Golem beauftragt, für die Lueger Kirche auf dem Zentralfriedhof in Wien, zweifarbige Steinzeugfliesen mit Mosaikrelief herzustellen, was umfassende Versuche mit der Technik des Trockenpressens mehrfarbiger Fliesen nach sich zog. Diese Arbeiten gipfelten 2001 in der Wiederaufnahme der Serien-produktion intarsierter Steinzeugfliesen durch die Golem GmbH.

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