Boden - mehrfarbiges Feinsteinzeug
Intarsiertes Feinsteinzeug – Tradition und Qualität
Feinsteinzeug ist, neben dem Porzellan, das widerstandsfähigste keramische Material. Das unglasierte Feinsteinzeug ist säurefest, sehr dicht gebrannt (Restporen unter 0,5 %), außerordentlich hart (Ritzhärte 9 nach Mohs) sowie rutschfest (R 10 bzw. R 11). Die Feinsteinzeug-Oberfläche ist sehr dicht und muss deshalb im Gegensatz zur Zementfliese nicht gewachst werden. Feinsteinzeug lässt sich mit dem Glasschneider ritzen und brechen.
Farbige Feinsteinzeug-Tone werden von Hand in eine Form gefüllt und als ca. 3 mm dicke Intarsienschicht mit dem Trägergranulat verpresst. Nach 70 Stunden im Brennofen, kann Feinsteinzeug ohne weitere Oberflächenbehandlung im Dünnbett verlegt werden. Die Dicke der Ornamentschicht und die Härte des Materials garantieren Haltbarkeit von Feinsteinzeug über Generationen. Feinsteinzeug eignet sich auch für stark beanspruchte Bereiche wie Hausflur, Terrassen und Balkone.mehr InformationenInformationen ausblenden
Die Eignung: Die Golem Feinsteinzeugfliesen sind für den Innen- und Außenbereich geeignet und selbstverständlich frostsicher. Feinsteinzeugfliesen mit Reliefoberfläche eignen sich besonders für Hausflure oder Balkone (R11). In der Wohnung werden üblicherweise intarsierte Fliesen ohne Relief eingesetzt. In Räumen mit Fußbodenheizung können die farbigen Fliesen den Perserteppich ersetzen. Bad und Küche bieten sich ebenfalls für die Gestaltung mit mehrfarbigem Feinsteinzeug an. Die Pflege erfolgt mit Wasser und Lappen. Für eine gelegentliche Grundreinigung sind alle handelsüblichen Reinigungsmittel, auch aggressive, geeignet.
Für die Ergänzung alter Fliesenflächen produzieren wir auch Sonderfliesen deren Farbgebung, Ornamente und Maße zum originalen Altbestand passen. Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an unsere Manufaktur in Sieversdorf.
Die Geschichte: Als der Keramiker Eugen Boch, im Jahr 1852, in Nennig den sensationellen Fund der römischen Mosaike sah, wurde die Idee für ein völlig neues keramisches Verfahren geboren. Boch entwickelte, über Jahre, ein völlig neues Herstellungsverfahren und ein neues Produkt, die so genannte „Mettlacher Platte“, mehrfarbiges Feinsteinzeug, von nie gekannter Qualität.
Für die rasant wachsenden Städte konnten auf diese Weise große Mengen manufakturell hergestellte, intarsierte Steinzeugfliesen produziert werden. Erst antikisierend, in der Gründerzeit eklektisch und ab 1897 im Jugendstil prägte die Erfindung Bochs die Fußböden Europas etwa ein halbes Jahrhundert lang. Noch heute sind diese Fliesen in vielen europäischen Städten sehr präsent. In den 20-iger Jahren kamen die mehrfarbigen Fliesen jedoch aus der Mode und die komplizierte Herstellungstechnik geriet in Vergessenheit.
Im Jahr 1996 wurde dieses keramische Verfahren durch die Golem OHG wiederbelebt. Damals wurde Golem beauftragt, für die Lueger Kirche auf dem Zentralfriedhof in Wien, zweifarbige Steinzeugfliesen mit Mosaikrelief herzustellen, was umfassende Versuche mit der Technik des Trockenpressens mehrfarbiger Fliesen nach sich zog. Diese Arbeiten gipfelten 2001 in der Wiederaufnahme der Serien-produktion intarsierter Steinzeugfliesen durch die Golem GmbH.
Produktinformationen und Preise: Bitte auf die Bilder klicken!












































































































