Zementfliesen versus Steinzeugfliesen

Zementfliesen stehen heute als Synonym für mehr­farbige Bodenfliesen. Die schönen ornamentalen Bodenfliesen, wie wir sie aus alten Mietshäusern kennen, sind jedoch fast immer aus Steinzeug. Es handelt sich also um keramische Fliesen und nicht um Zementfliesen, wie oft vermutet wird. Diese wurden
um 1900 selten als preisgünstiger Ersatz für die hochwertigen Steinzeugfliesen eingesetzt.

Produktion und Beschaffenheit von Zementfliesen

Zementfliesen bestehen aus verschiedenen Gesteinsmehlen und Zement. Die Fliese erhält ihre Festigkeit durch die Reaktion mit dem Anmachwasser, d. h. die Hydratation des zuvor beim Brennen des Kalks „entwichenen“ Wassers. In drei Phasen härtet die Zementfliese dann über mehrere Wochen aus.
Diese „kalte“ Reaktion ermöglicht eine bunte Farbpalette bei Zementfliesen. Die offenporige Oberfläche wird versiegelt und mit einer Wachsschicht versehen, die die Farbbrillanz erst wirksam macht. Zementfliesen sind ausschließlich für die Verlegung im Innenbereich geeignet.

Nachteile von Zementfliesen

Der Preisvorteil von Zementfliesen wird im Verhältnis zu Steinzeug mit einigen Nachteilen erkauft:

Zementfliesen sind relativ weich und damit fleckempfindlich. Deshalb müssen sie nach der Verlegung imprägniert werden. Teilweise muss der Boden vor der Versiegelung sogar noch geschliffen werden. Das macht die Verlegung etwa doppelt so teuer (70,- bis 80,- Euro Handwerkerkosten pro qm) wie bei handelsüblichen Keramikfliesen.

Alternativen zu Zementfliesen

Für Familien mit Kindern oder Menschen, die nicht ständig auf die Empfindlichkeit der Zementfliesen aufpassen können und wollen, ist Feinsteinzeug, wie es heute meistens genannt wird, eine sehr gute Alternative. Außerdem eignen sich die keramischen Fliesen im Gegensatz zu den Zementfliesen auch für den Außenbereich:

Kontakt

Telefon (Zentrale): +49 (0) 33608 89 910
Ansprechpartner: Herr Tomas Grzimek, Herr Christoph Links
GOLEM Kunst und Baukeramik GmbH, Alte Frankfurter Str. 2a, 15236 Jacobsdorf, OT Sieversdorf

Steinzeugfliesen

werden aus trockenen Tongranulaten gepresst und erhalten ihre Festigkeit durch die chemische Umwandlung der Bestandteile im Brennofen. Dabei sind der Farbigkeit natürliche Grenzen gesetzt, denn es können nur Pigmente verwendet werden, die bei Temperaturen von bis zu 1200 °C farbbeständig sind. Während des Brandes entwickeln sich die Farben und durch die Sinterung – das Verschmelzen und Verfestigen des Tons – verliert die Fliese an Volumen und gewinnt an Dichte hinzu.
Die Größe des optimalen Formats liegt bei etwa 17 x 17 cm. Größere Abmessungen brächten aufgrund der Sinterung Einbußen bei der Formbeständigkeit mit sich. Nach dem Brand ist das Steinzeug weitestgehend porenfrei, sodass es nahezu kein Wasser mehr aufnimmt. Dadurch bedarf die Steinzeugfliese keiner weiteren Oberflächenbehandlung. Sie ist rutschfest, frostsicher, abriebfest, unempfindlich gegen Verschmutzungen und innen wie außen vielfältig einsetzbar.

Golem-Fliesen

Unsere mehrfarbigen und einfarbigen Bodenfliesen werden mit Liebe zum Detail produziert. Sie eignen sich auch für stark beanspruchte Bereiche wie Hausflur, Bad oder in der Küche. Auch im Außenbereich auf Terrassen und Balkonen sind sie einsetzbar. Sie sind pflegeleicht und werden mit dem Alter immer schöner, denn sie bekommen ihre Patina.

Zementfliesen sind pflegeintensiv und haben im Verhältnis zu Steinzeug diverse Nachteile:

  • Zementfliesen sind weicher
  • Zementfliesen müssen gewachst werden
  • Zementfliesen sind nicht säurefest
  • Zementfliesen halten nicht so lange
  • die Verlegung von Zementfliesen ist aufwendiger als die Verlegung von zum Beispiel Steinzeugfliesen

Daher eignen sich Zementfliesen für dauerhafte Projekte weniger, als das unverwüstliche Steinzeug von Golem.